Ein Schritt zurück ist ein Schritt nach vorne?

In der Casinometropole Las Vegas ist die neuste Technologie gut vertreten. Egal ob es die Hightech-Straßenlaternen, Formel-E-Rennwagen oder andere Neuerungen auf den verschiedenen Messen in Las Vegas sind, gibt es in der Stadt die Neuerungen des einundzwanzigsten Jahrhunderts. Dennoch ist eine altbewährte Erfindung, wie ein Fahrrad, manchmal wesentlich angenehmer. 

Jeder, der schon versucht hat mit dem Auto, Monorail oder einem Bus über den Strip zu fahren, kennt den gewaltigen Verkehrsstau auf den Straßen der Stadt. Auch die Fahrt über Straßen, die um den Strip herumführen, ist oftmals nicht wesentlich angenehmer. Leider bessert sich die Situation dort nicht, sondern verschlimmern sich durch neue Bauprojekte und Straßenarbeiten zunehmend. Da sollte man sich doch Gedanken über eine Alternative machen.

Grade in den Zeiträumen der verschiedenen Messen von Las Vegas ist die Verkehrssituation völlig überlastet. Auch relativ kurze Strecken können sich dadurch in die Länge ziehen. Um sich nicht mit dem Verkehrschaos, langen Schlangen an den Bussen oder extra Gebühren für ein Taxi zu quälen, kann man auch dort eine altbewährte Alternative nutzen: Ich spreche vom Fahrradfahren.

Wer bereits in Las Vegas oder einer von vielen anderen vergleichbaren US-Stätten war, wird sicherlich auch etwas bezüglich des Radverkehrs auf den Straßen festgestellt haben: Er ist fast gar nicht vorhanden. Die Bequemlichkeit der US-Bürger ist ja bereits weltweit bekannt. In Las Vegas zeigt sich dies z. B. durch die Fahrstühle und Rolltreppen, die den Menschen den Weg auf die Straßenbrücken erleichtern. Dies zeigt, dass oftmals auf Bequemlichkeit gesetzt wird. Jedoch sind manche Erleichterungen der Wegstrecke auch verständlich. So z. B. die Rollbänder vor dem Bellagio, welche die enormen Strecken zum Eingangsbereich, für Fußgänger mit Gepäck oder Einkaufstaschen, erleichtern.

Das alternative Fortbewegungsmittel ist jedoch aus gutem Grund nicht so oft auf den Straßen von Las Vegas zu sehen. Auch wenn es dort einen Fahrradverleih gibt, sind diese dort zu bekommenden Modelle nur Sportgeräte und keine Straßenverkehrsmittel. Das zeigt sich auch in den Preisen der Leihgebühren. Eines der Profi-Mountainbikes mit Vollfederung kostet dort ca. 100 US-Dollar pro Tag.

Auch wenn es auf den ersten Blick so scheint, dass die US-Bürger sportlich währen, ist es wirklich nur ein sehr geringer Anteil der Bürger, welche den Radsport betreiben. Auch wenn ich die Durchsetzung von E-Bikes dort vermutet hätte, zeigt sich so etwas noch nicht mal annähernd. Häufiger werden dort diese elektrischen Rollstühle gemietet, um sich den Fußweg über den Strip von Vegas zu ersparen. Dadurch zeigt sich die Einstellung der Las Vegas-Bürger bzw. Touristen. Ein Fußmarsch bleibt somit die einzige Alternative zu den anderen Verkehrsmitteln (Auto, Monorail oder Bus).


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