Feuerwehr-WM in Las Vegas

Ein Feuerwehrmann aus Rheinhausen durchkriecht Holzröhren, Schlauchpakete und zieht Puppen hinter sich her. Dies alles macht der deutsche Philipp Kaiser um sich durch die Aufgaben der Feuerwehr-WM in Las Vegas zu kämpfen.

Dieses Jahr fand die 22. Fire-Fighter-Challenge in Las Vegas statt. Auch wenn diese Weltmeisterschaft nur eine inoffizielle ist, hat der deutsche Feuerwehrmann Philipp Kaiser aus Rheinhausen es geschafft, sich zu beweisen. Er hat von 500 Teilnehmern den 109. Platz bekommen. Somit hat er bei diesem internationalen Wettkampf recht gut abgeschnitten, da er unter den zehn besten Europäern ist.

Auch wenn Philipp Kaiser die Möglichkeit hatte, kam seine Ausrüstung für den Wettkampf nicht aus seinem heimischen Rheinhausen. Seine Ausrüstung wurde von der Firma Fritz Massong GmbH zu Verfügung gestellt. Diese Firma stellt Ausrüstungen für den Gerätebedarf verschiedener Feuerwehr her. „Die ist deutlich besser für den Wettkampf geeignet“, sage Philipp Kaiser. Die Meisterschaft war voll mit anspruchsvollen Herausforderungen. Dazu gehörte auch das besteigen eines zwölf Meter hohen Turms. Dies musste auch zusammen mit einem 19 Kilogramm schwären Schlauchpaket gemeistert werden. Anschließend musste noch ein weiteres Schlauchpaket hinaufgezogen werden.

Die „Keiser Force Maschine“ ist Bestandteil einer weiteren Aufgabe dieser Challenge. Am Boden dieser Maschine befindet sich ein 75 Kilogramm schwerer Schlitten, der mit einem Hammer eineinhalb Meter nach hinten geschlagen werden muss. Anschließend muss eine 10 Meter lange Holzröhre mit verschiedenen Höhen durchkrochen werden. Nach dieser Aufgabe müssen noch zwei B-Schläuche 40 Meter weit gezogen werden. Der letzte Teil musste mit einer Atemschutzausrüstung gemeistert werden. Dabei musste eine 50 Kilogramm schwere Puppe 30 Meter bis ins Ziel gezogen werden.

„Es waren vier Qualifikationsläufe an vier Tagen, in denen ich mich stetig verbessert habe“, äußerte sich Philipp Kaiser. Er selbst stufte seine Leistung, am wichtigsten Wettkampftag, als nicht seine Beste ein.

Diese Veranstaltung hat, laut Kaiser, ein riesiges Medieninteresse herbeigerufen. Der landesweit in den USA vertretende Sender ESPN berichtete ausführlich über diese Veranstaltung. Auch wenn in Deutschland ein Feuerwehrmann einen sehr guten Ruf hat, werden diese in den Vereinigten Staaten als Helden anerkannt. Nach den Terroranschlägen auf die Zwillingstürme des World Trade Centers in New York, am 11. September 2001, wurden die überaus mutigen Einsätze wieder einmal deutlich. Durch solche Taten der Feuerwehrmänner lässt sich das jubelnde Publikum erklären.

Philipp Kaiser selbst empfand diesen internationalen Wettkampf in Las Vegas als ein riesiges Erlebnis. „Ich freue mich jetzt schon auf nächstes Jahr, um in Europa mitzumischen“, sagte Kaiser nach dem Wettkampf. Er hat sich vorgenommen, noch ein paar Monate in Kanada zu bleiben, um dort seine Kenntnisse als Metzgermeister zu erweitern. Dort hat er auch die Möglichkeit den Kanadiern die deutschen Wurst- und Fleischspezialitäten zu zeigen.

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