Fußgänger im Straßenverkehr: Wenn der Spaziergang zur tödlichen Gefahr wird

In der vergangenen Woche hat ein junger Schweizer seine Erkundungstour mit dem Leben bezahlt. In der Nähe der Interstate 15 in Las Vegas wurde der Mann überfahren und erlag kurz darauf seinen schweren Verletzungen.

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Die Interstate 15 war nach dem schweren Unfall für Stunden gesperrt.

So geschehen am vergangenen Mittwochmorgen gegen ca. 4.20 Uhr. Der Junge Mann war auf einer Straße unterwegs und wurde von einem vorbeifahrenden Wagen erfasst und anschließend auf die Fahrbahn geschleudert. Dort überrollten den 22jährigen mehrere Autos, die zu den letztlich tödlichen Verletzungen führten.

Die Interstate war anschließend einseitig für mehrere Stunden gesperrt. Nicht bekannt ist bisher, welches Ziel der junge Mann hatte und warum er sich auf der Straße befand.

Amerikanische Großstädte sind die Hölle für Fußgänger

Jeder Europäer weiß spätestens nach seinem ersten USA-Besuch die Vorzüge der heimischen Stadtplaner zu schätzen. In Westeuropa zumindest sind die Straßen und Verkehrssystem gut ausgebaut und insbesondere auch auf die Belange von Fußgängern und Radfahrern angepasst.

Um so mehr muss man jenseits des Atlantiks oftmals besonders gut aufpassen. Denn in den meisten amerikanischen Großstädten sind die Wege vor allem auf die Bedürfnisse der Autofahrer angepasst. Kein Wunder: In den USA gibt es selten Trends, die dazu anregen, den Wagen stehen zu lassen und Erledigungen zu Fuß zu verrichten. Für nahezu jede Kleinigkeit wird das Auto bemüht.

Ein Abenteuertrip zu den Premium Outlets

Das mussten wir vom Pitboss-Team in 2013 selbst erfahren. Von unserer Suite im Stratosphere erblickten wir die vermeintlich nahe gelegenen Premium-Outlets in North Las Vegas / Fremont Street. Eine Idee, ein Check und mit dem Wissen, gerade mal 30 Minuten laufen zu müssen ging es dann los: Der erste Trip zu Fuß durch einen uns damals wenig bekannten Stadtteil von Vegas.

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Mal schnell Shoppen gehen? Ein Ding der Unmöglichkeit.

Und dieser gestaltete sich schwieriger als erwartet. Denn fehlende Fußwege, selten anzutreffende Ampelanlagen zur sicheren Straßenüberquerung und auch das teilweise heftige Fahrverhalten einiger Verkehrsteilnehmer verlängerten unsere Tour auf satte 60 Minuten – bis wir eine Bushaltestelle fanden (auch Mangelware)! Nach insgesamt 1,5h durften wir uns dann auch in das Shopping-Vergnügen stürzen – zurück gab es dann aber doch ein Taxi.

PS: Am Strip selbst und auch im Bereich von Downtown erledigt man besser alles zu Fuß; darauf hat sich die Stadt ausgezeichnet eingestellt. Sonst empfehlen wir doch eher einen Mietwagen!

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