Steuerhinterzieher in Las Vegas verhaftet

steuerbetrüger_las_vegasMit einem Umsatzsteuerkarussell hat eine Gruppe viele Millionen Euro an Steuern hinterzogen. Auch Mitarbeiter der Deutschen Bank werden verdächtigt. In dem Zeitraum von 2009 bis 2010 soll ein Mann, der mit internationalem Haftbefehl gesucht wird, über 135 Millionen Euro an Umsatzsteuer hinterzogen haben.

Der leitende Kopf dieser millionenschweren steuerhinterziehenden Kette hat die Behörde nun fassen können. Die Generalstaatsanwaltschaft berichtete am Montag, dass am vorherigen Sonntag der der 56 jährige Brite in den USA verhaftet wurde. Dies geschah in der Casinometrpole Las Vegas und wurde vom US-amerikanischen Secret Service durchgeführt. Laut der Vorwürfe gegen den festgenommenen, hat dieser in den Jahren 2009 und 2010 ca. 136 Millionen Euro durch organisierten Ringhandel von EU-Luftverschmutzungsrechten hinterzogen.

Die hinterzogenen 136 Millionen Euro sind nur die Spitze vom Eisberg. Nach den Ermittlungen wird von einem Steuerschaden von ungefähr 850 Millionen Euro ausgegangen. Der Sprecher der Ermittlungsbehörde gab an, dass es neben dem 56 jährigen Briten mit seiner Firma in Dubai noch einen weiteren Verdächtigen gibt.

Bereits im Pilot-Prozess wurde festgestellt, dass diese betrügerischen Handlungen mit den Emissionszertifikaten über die Deutsche Bank liefen. Solche betrügerischen Maschen sind nicht neu und werden als „Umsatzsteuerkarussell“ bezeichnet. Dabei wurden Emissionsrechte aus dem Ausland von deutschen Gesellschaften gekauft und anschließend unversteuert an weitere Firmen wieder verkauft. Die letzte Firma soll die CO2-Zertifikate zurück ins Ausland verkauft haben. Dadurch bekamen sie die Umsatzsteuer vom Finanzamt erstattet.

Im Dezember 2012 wurde die Unternehmenszentrale bereits ein zweites Mal durchsucht. Anschließend war es der Generalstaatsanwaltschaft möglich, insgesamt 25 Mitarbeiter der Deutschen Bank, zu beschuldigen. Zu den Beschuldigten gehören auch der Co-Chef Jürgen Fitschen und Finanzvorstand Stefan Krause. Dies zeigte sich durch die Steuererklärungen des Instituts für das Jahr 2009, da diese von beiden unterschrieben werden mussten. Wie der Justizsprecher erklärte, sind die Ermittlungen gegen die beschuldigten Mitarbeiter des Instituts noch nicht abgeschlossen. Auch wenn die Bank Unterstützungen der Ermittlungen ankündigte, gab der Sprecher der Bank am Montag bekannt, dass es keine neuen Informationen in diesem Fall gibt.

Auch wenn der 33 jährige Brite Faisal Zahoor Ahmad noch international gesucht wird, konnten am Frankfurter Landgericht bereits acht Männer zu mehrjährigen Haftstrafen verurteilt werden. Der in Las Vegas verhaftete Kopf der Betrugskette wurde bereits am Flughafen der Glücksspielmetropole verhaftet. Zurzeit befindet er sich noch in Auslieferungshaft. Wie die Gerichtsverhandlungen noch weiter gehen, wird sich noch zeigen.

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