Las-Vegas-Attentat: Opfer und Hinterbliebene reichen Sammelklage ein

Weniger als 2 Monate sind seit dem grauenhaften Attentat von Las Vegas vergangen. Nun haben mehr als 450 Menschen eine Sammelklage eingereicht.

Und diese richtet sich sowohl gegen den Veranstalter des Konzerts (die Firma Live Nation) als auch gegen zwei große Hotelketten (das Mandalay Bay selbst und die MGM Gruppe). Federführend bei dieser Klage sind die beiden texanischen Anwälte Mo Aziz und Chad Pinkerton aus Texas. Sie werfen insbesondere dem Veranstalter vor, dass Sicherheitspersonal nur unzureichend geschult zu haben. Außerdem sei das direkt gegenüber dem Mandalay Bay gelegene Festivalgelände mit zu wenig Notausgängen respektive Fluchtmöglichkeiten ausgestattet gewesen. Dies habe in Folge der Massenpanik die Zahl der Opfer in die Höhe getrieben.

Das Schaubild zeigt die Örtlichkeit: Viele der Opfer hatten keine Chance.

Das Konsortium rund um das Mandalay Bay muss sich andere Vorwürfe gefallen lassen. So sei es laut den Klägern unverständlich, wie der Todesschütze Steven Paddock eine derart große Anzahl an Waffen unbemerkt – und mit Hilfe des Service-Aufzugs – in seine Suite bringen konnte. Das er außerdem noch die Möglichkeit hatte, Überwachungskameras zu installieren sowie das Fenster seiner Suite zu zerschlagen, sorgt für zusätzliches Unverständnis.

Der Hauptvorwurf liegt aber sicherlich in der mangelnden Reaktion des Hotelpersonals. So hat es nach den ersten Schüssen von Stephen Paddock mehr als 75 Minuten gedauert, bis die Suite des Täters lokalisiert werden konnte.

Hintergrund

Am 01. Oktober 2017 feuerte der Attentäter Stephen Paddock aus seiner Suite des bekannten Mandalay-Bay-Hotels auf Besucher des auf der anderen Seite des Strips liegenden Festivalgeländes. Den minutenlangen Beschuss durch den 64 Jährigen überlebten 58 Besucher nicht. Mehr als 527 weitere Menschen wurden im Rahmen des Amoklaufs teils schwer verletzt.

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Schüsse in Bus: Ein Toter in Las Vegas

Vergangenen Samstag kam es in einem Bus des RTC Transit Service in Las Vegas zu einem tödlichen Zwischenfall. Dabei verlor ein Mann sein Leben, ein weiterer wurde schwer verletzt.

Polizisten führen den Täter nach seiner Festnahme ab.

Das ganze Unglück vollzog sich in dem besonders bei Touristen beliebten „Deuce“. Dieser Doppeldeckerbus fährt täglich 24h am gesamten Strip lang, wobei er im Süden am Las Vegas Premium Outlet South startet und in der Fremont Street endet.

Am vergangenen Samstag eröffnete ein Fahrgast aus heiterem Himmel im Oberdeck des Busses das Feuer auf die übrigen Fahrgäste. Dabei wurde ein Mann tödlich getroffen, ein weiterer schwer verletzt.

Der Las Vegas Blvd. War für mehrere Stunden gesperrt, da sich der Mann nach der Tat im Bus verschanzte und nicht zur Aufgabe bereit war. Die übrigen Fahrgäste hatten sich nach den ersten Schüssen glücklicherweise rasch in Sicherheit bringen können.

Kein terroristischer Hintergrund

Erste Vermutungen, dass es sich um ein Attentat handeln könnte, bewahrheiteten sich nicht. Das LV Police Department bestätigte nach der Festnahme des Täters aber erste Medienberichte, wonach der Täter schwere psychische Probleme haben soll.

Die ganze „Show“ konnte übrigens am Center Strip live verfolgt werden. Die schreckliche Tat spielte sich in unmittelbarer Nähe des Cosmopolitan ab, von dessen Balkonen und auch dem Poolbereich zahlreiche Gäste den Geschehnissen beiwohnten.

Der Pitboss meint: Schrecklich, dass so etwas immer wieder passiert. Das es auch uns Vegas-Reisende ganz schnell aus dem Urlaub reißen kann, wird einmal mehr deutlich. Denn fast jeder Vegas-Reisende hat den Deuce schon genutzt bzw. nutzt ihn regelmäßig.

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