Betriebsausflug nach Las Vegas: Eine Woche Programm in der Wüste

Für wenig Geld rund um die Welt. Das ist das Motto von Urlaubsguru – einer der größten unabhängigen Reise-Webseiten in Deutschland. Sparen bei den Deals – großzügig gegenüber den Mitarbeitern. Das scheint die Devise der beiden Gründer Daniel Krahn und Daniel Marx zu sein.

Denn beide haben ihre komplette Belegschaft Anfang September für eine Woche nach Las Vegas eingeladen! Es war der wohl größte und spannendste Firmenausflug eines deutschen Unternehmens im Jahr 2017! Sogar RTL war dabei und berichtete über die spektakuläre Firmenfahrt.

Ein Gastbeitrag von Thanh Tran, Mitarbeiter Urlaubsguru

Die Vorgeschichte

Wie die Reise selbst, war schon die Ankündigung unserer beiden Chefs, dass wir alle zusammen nach Las Vegas fliegen würden, besonders. Mit einem typisch amerikanischen Mittagessen mit Burgern und Hotdogs bedankten sich unsere Chefs bei der gesamten Belegschaft für die geleistete Arbeit. Nach dem Mittagessen hatten sie eine Überraschung für uns vorbereitet. Mit selbst gebastelten Plakaten inszenierten sie ein kleines Schaustück, das uns die folgende Botschaft und den Ansporn gab: Wenn wir noch eine Schippe drauflegen und ein festgesetztes Ziel erreichen, würden wir als Belohnung mit der ganzen Firma nach Vegas fliegen! Die Augen waren groß als das verkündet wurde. Jubel brach aus. Ab jetzt hatten wir alle ein gemeinsames Ziel. Wir arbeiteten zielstrebig daran den Vegas Firmentrip wahr werden zu lassen.

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An einem Tag im Spätsommer 2016 gab es in unserem Büro einen Probe-Feueralarm. Alle Mitarbeiter versammelten sich auf dem Parkplatz vor dem Firmengelände. Keiner wusste, was sich die Chefs hier schon wieder haben einfallen lassen! Plötzlich fuhr eine Stretch-Limousine vor und ein Elvis Presley-Double schmetterte: VIVA LAS VEGAS! Allen wurde klar, was das zu bedeuten hatte! Wir haben unser gesetztes Ziel erreicht und fliegen alle gemeinsam in die Glitzermetropole Amerikas! Wir haben uns irre gefreut.

Die Anreise

Anfang September 2017 war’s dann soweit. Mit drei Fliegern – über Washington, San Francisco und New York – trudelten wir nach und nach in Las Vegas ein. Die Daniels hatten uns das mega-stylische, pyramidenförmige Luxor-Hotel direkt am Strip gebucht. Anreise, Unterkunft, diverse Führungen, ein Trip zum Grand Canyon, der Besuch einer Cirque du Soleil-Show und eine riesige Party in der Sonne Nevadas – alles auf Firmenkosten. Es sollte einer der wohl größten und außergewöhnlichsten Betriebsausflüge eines deutschen Unternehmens überhaupt werden!

Der Alltag in Vegas

Eine Woche lang hatten wir jede Menge Programm! Es war einfach klasse! Gleich am ersten Tag wurden alle Kolleginnen und Kollegen zu einer riesigen Party eingeladen. Im legendären Marquee-Dayclub floss jede Menge Alkohol, es gab super Essen und noch bessere Musik. In den Pools und Whirlpools ließen wir es so richtig krachen. Dabei ist auch unser nagelneues Teamfoto entstanden, mit dem halben Team im Pool! Megacool! Als die Sonne hinter den Bergen verschwunden war, wurde die Party noch einmal verlängert und die Freude war unbeschreiblich! Es war eine sehr gelungene Party und wir hatten sehr viel Spaß!
Jeden Tag gab’s viel Programm! Ein Abstecher zu einer feuchten Cirque du Soleil-Vorstellung im bekannten Bellagio-Hotel und eine Fahrt zum Grand Canyon gehörten zu meinen persönlichen Höhepunkten! Wenn man schon mal da ist, sollte man sich dieses unglaubliche Naturwunder nicht entgehen lassen. Die Stille und die Schönheit am Grand Canyon, diesem Weltwunder, das über Jahrmillionen im Norden von Arizona entstanden ist – einfach unvergesslich! Eine Tour durch die weltberühmten Hotels am Strip, Shopping in den Outlets und viele Spiele im Casino machten diesen Betriebsausflug XXL zu einem wahrlich unvergesslichen Ereignis.

Weitere Informationen zum Trip erhaltet ihr auf www.urlaubsguru.de

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Las Vegas ist nicht der Nabel der Welt und ein Besuch in der Glitzermetropole reicht für ein ganzes Menschenleben? Nein, meint unser Gastautor Lars Howe und schildert seine Erlebnisse in ganz neuer Form. Eine Stadt die immer wieder reizt und eine tiefere Betrachtung verdient.

Ein Kommentar von Lars Howe

Es gibt eine handvoll Städte auf der Welt, da fühle ich mich sofort wie zuhause. New York,
Kapstadt, Sydney oder San Francisco könnte man schnell einem einfachen Muster
zuordnen: sonnig (meistens jedenfalls), englischsprachig und nahe am Wasser gebaut.
Aber nur beim Landeanflug auf Las Vegas bekomme ich jedes Mal aus purer Vorfreude
Herzklopfen. Wenn die Bergkette den Blick auf die großen Hotels freigibt, klebe ich am
Fenster wie ein Kind, dass zum ersten Mal fliegt. Wo sonst kommt man am Flughafen an
Spielautomaten vorbei, bevor man auch nur sein Gepäck vom Band genommen hat?
Übrigens, es heißt: Las Vegas – man sollte sich schon die Zeit für den ganzen Namen
nehmen. Das ist so eine Respektsache, „Vegas Baby“ sagen nur betrunkene Teenies.

Wenn ich hierzulande über die Stadt rede, höre ich nicht selten: „Schon wieder, wie oft
willst Du denn noch dahin fliegen?“, „Du musst ja Geld haben…“, „…da war ich schon, ist
mir viel zu künstlich“, „einmal gesehen, das reicht“, „höchstens drei Tage!“

Da wird mein Lächeln immer breiter, denn alle haben Recht. Bin ich nicht schon zu oft den
langen Weg zum Hotel zurück gelaufen, weil das Geld verspielt war? Stand ich nicht
genervt an diesen ewig roten Fußgängerampeln neben einer Großbaustelle, während mir
mexikanische Einwanderer Flyer mit dubiosen Telefonnummern unter die Nase hielten?
Solche Erinnerungen, fürchte ich, werden mich nicht davon abhalten, einmal mehr nach
Las Vegas zu kommen.

Bei meinem ersten Besuch wurde das „Bellagio“ gerade gebaut. Die Zeit der
pastellfarbenen Themenhotels war vorbei. Die Stadt musste sich neu erfinden, und genau
darin liegt ihre Stärke. Der neue Luxus kommt gut ohne Cäsar und Cleopatra aus, klare
Formen statt monströser Clowns zum Spaß für die ganze Familie. Und er trägt eine Spur
Arroganz mit sich; der Comer See in der Wüste? Doch dann steht man davor, wie Brad
Pitt und seine Kollegen am Ende von: „Ocean´s Eleven“, und lächelt ehrfürchtig dem sich
auflösenden Wasserdampf entgegen.
„O“ is forever wirbt der Cirque du Soleil und nennt seine Show im Bellagio nach dem
französischen Wort für Wasser. Tatsächlich gibt es keine vergleichbare Aufführung, die
einen solchen technischen Aufwand mit höchstem künstlerischen Anspruch verbindet.
Trotzdem, „meine“ Las Vegas Show heißt: „Zumanity“.

Jahre zuvor saß ich im Publikum, als Roy mit seinem breiten norddeutschen Akzent
allabendlich im „Mirage“ fragte: „Sind hier eeergendwelche Doitsche im Publikum?“ – und
antwortete nicht. Ich war dabei, als Celine Dion auf der Bühne des Colosseum in Tränen
ausbrach, weil ihr Vater an jenem Abend gestorben war. Die Geldmaschine Las Vegas
kann sogar emotional sein. Das Erstaunen gibt es aber auch kostenlos. Zum Beispiel beim
Betrachten der traumhaften Herbstdekoration im Bellagio, oder als Hotelgast im
„Stratosphere“, wenn man die ganze Stadt von der Aussichtsplattform des Towers
überblicken kann.

Das Spielen ist natürlich eine ganz schlimme Sünde. Deshalb lasse ich mir dabei von den
netten Damen ein, zwei Gläser Wein bringen und bewerte den unmoralischen Aspekt der
Situation neu, nachdem ich – wie schon erlebt – meinen Flugpreis zurück gewonnen habe.
Zum Glück braucht man sich dafür nicht einmal umziehen; dresscode casual. Nichts
gegen ein James-Bond-Outfit, aber im Casino weiß man: die Dollarnoten von Smoking-
Trägern sehen auch nicht anders aus.

Wichtig ist natürlich auch die Auswahl des passenden Hotels. Immer noch verzweifeln
regelmäßig Gäste am Check In, wenn sie erstmals mit der berüchtigten „Resort Fee“
konfrontiert werden. Bis zu 32 Dollar pro Nacht und Zimmer für den im Winter
geschlossenen Pool oder ungenutzte Ortsgespräche. Früher bin ich in diesen
uramerikanischen Motels abgestiegenen, die an alte Horrorfilme erinnern. Auch das hatte
Spaß gemacht, es gibt sie sogar heute noch. Später ging es aufwärts; auch ohne den „20-
Dollar-Trick“ bekam ich die Panoramic Suite im „Vdara“. Abends flogen die Helikopter auf
Augenhöhe am Fenster vorbei, am Morgen weckte mich dieses eindrucksvolle Licht, dass
es scheinbar nur hier gibt, wenn die Sonne über den Bergen aufgeht.

Wer sich nicht für ein Hotel entscheiden kann, dem empfehle ich die zuweilen höchst
amüsant-verwackelten Videos auf youtube. Einfach schön; der Kampf mit der
Schlüsselkarte, die persönliche Vorstellung von Waschbecken und Toilettenschüssel, bis
hin zum peinlichen Winken in den Badezimmerspiegel mit dem alles aufklärenden
Hinweis: that´s me!

Und dann sind da noch diese tollen Buffets. Schon möglich, dass Feinschmecker die
überteuerten Restaurants mit den übersichtlichen Portionen bevorzugen. Aber die
schokoladenüberzogenen Erdbeeren im „Wicked Spoon“ oder die kleinen Kobe-Rind-
Buletten mit den albernen Fähnchen darin im „Wynn“ sind kleine kulinarische Erlebnisse,
vom stilvollen Ambiente mal ganz abgesehen.

In Las Vegas zahlt man gern für den Verlust der Realität und lässt sich treiben. Manchmal
beobachte ich die Spieler im Casino aus respektvoller Distanz oder erkläre
amerikanischen Touristen im Deuce-Bus, wie sie am besten zum Outlet-Center gelangen.
Diese unwirkliche Stadt zu besuchen ist immer wieder ein Vergnügen. Es gibt einfach
nichts Vergleichbares. Wo sonst kann man so viele Weltstars live auf der Bühne erleben,
aber klar:

Mallorca ist auch nicht schlecht.

 

lars_howe_Las_vegasLars Howe hat in der DDR Ballett und Artistik studiert und viele Jahre als Artist gearbeitet. Er trat in den 90-er Jahren in vielen TV-Sendungen, im Berliner Friedrichstadtpalast, aber auch am Broadway in New York auf. 2000 hatte er auch einen Auftritt in Las Vegas. Schon mit 15 Jahren schrieb er kleinere Beiträge für eine kulturpolitische Wochenzeitung in der. Später gab es zwei Buchmanuskripte, die aber leider unveröffentlicht blieben. Er reist viel und schreibt in seiner Freizeit gerne darüber.

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