Auf Schienen nach Las Vegas: Expresszug soll mehr Touristen bringen

Die Idee ist nicht so alt wie die Stadt selbst, aber doch nahe liegend. Warum sollte man Touristen nicht schnell und unkompliziert von der Metropolregion Los Angeles direkt nach Sin City bringen?

Könnte schon bald Realität werden – eine Zugfahrt nach Las Vegas!

Denn erfahrende Vegas-Trekkis wissen, dass Los Angeles ein im Vergleich nahe liegender Airport ist. Von dort hat man es nicht weit zur Interstate 15 und diese fährt direkt in das Herz von Las Vegas. Leider ist dies mitunter von gewaltigen Staus geplagt. Insbesondere aber die mehr als 450km weite Strecke, welche größtenteils durch die Mojave-Wüste führt, zehrt an den Kräften der Fahrer. Kein Spaß ist dies besonders nach einem mehr als 12 stündigen Flug nach Los Angeles.

Schon einmal wurde die Strecke geplant

Bereits im Jahr 2012 gab es weitergehende Pläne für die Anbindung des Großraums Las Vegas an Kalifornien. Damals waren unter anderem auch weiter entfernte Städte wie San Francisco im Gespräch (siehe Bild). Umgesetzt wurden die Pläne bekanntlich nicht. Doch jetzt gibt es einen neuen, konkreten Anlauf, immerhin eine Teilstrecke zu realisieren.
Langfristig ist die Einrichtung der Strecke Palmdale – Las Vegas geplant. Für das erste soll es aber eine etwas kürzere Route, nämliche von Victorville nach Las Vegas tun. Die Strecke würde von einem Hochgeschwindigkeitszug in knapp 90 Minuten bewältigt werden und so alle anderen Verkehrsmittel schlagen. Selbst das Flugzeug wäre ab dem jetzt geplanten Startpunkt die schlechtere Alternative.

Wirtschaft verspricht sich prosperierende Zahlen

Gut durchdacht ist der Plan allemal. Eine Zugverbindung würde die Anreise unkomplizierter und ggf. sogar deutlich billiger machen. Im Großraum Los Angeles leben aktuell mehr als 18 Millionen Menschen, von denen man einen nicht unerheblichen Anteil mit diesem Verkehrsmittel erreichen könnte. Auch die Wochenendzocker hätten es je nach Wohnort deutlich einfacher, möglichst schnell an die Spieltische zu kommen. Hinter dem Projekt steht übrigens der private Anbieter ExpressWest, der eine Investition von mehr als 8 Milliarden USD plant.

Und was meint ihr? Eine Anbindung an den LAX wäre toll und würde Los Angeles doch zu einer super Alternative für Anreisende machen. Wir könnten uns jedenfalls 3 Strandtage, gefolgt von einer netten Zugfahrt durch die Wüste sehr gut vorstellen!

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Mit Flug-Flatrate nach Las Vegas

Bisher ist das Prinzip einer Flatrate überwiegend aus der Internetnutzung, Telefonie oder Gastronomie bekannt: Gegen einen festen Beitrag unbegrenzt surfen, telefonieren oder essen/trinken. Mittlerweile gibt es sogar eine Airline, mit der auch eine Flug-Flatrate möglich ist.

Die US-Fluggesellschaft „Surf Air“ hatte letzte Woche erst ihre erste Route dieser Flatrate eröffnet. Dies sind die Flüge zwischen Burbank in der Nähe von Los Angeles und San Carlos in der Nähe von San Francisco. Bereits kommenden Juli hat das Unternehmen geplant, die Flüge nach Santa Barbara mit einzubeziehen. Für die Flüge in naher Zukunft hat das Unternehmen beabsichtigt weitere Reiseziel in diese Flug-Flatrate mit einzubeziehen. Dazu gehören Ziele wie z.B. Lake Tahoe, Sacramento, San Diego, Palm Springs und das erlebnisreiche Las Vegas.

Als Fluggesellschaft bietet „Surf Air“ den Mitgliedern für 1.650,- US-Dollar (umgerechnet 1.236,- Euro) eine „All-You-Can-Fly“-Flatrate, die prinzipiell durchaus mit der allzu bekannten „All-You-Can-Eat“-Flatrate vergleichbar ist. Mitglieder von „Surf Air“ brauchen sich weder mit den langen Schlangen am Check-In-Schalter herumzuplagen, hohe Gebühren für die Parkanlage des Flughafens zu zahlen und sich auch nicht über die Speisen/Getränke zu ärgern. Somit bleiben den Mitgliedern dieser Fluggesellschaft die hautsächlichen Unannehmlichkeiten von Flugreisen erspart.

Es werden für diese Flüge lokale Airports genutzt, um so den Kunden die großen Menschenmengen an den internationalen Airports zu ersparen. Dadurch ist es den Mitgliedern möglich, innerhalb von grade mal 30 Sekunden einen Flug zu buchen. Somit reicht es aus, eine Viertelstunde vor Flugbeginn an dem lokalen Airport zu sein. Da dort auch die Parkplätze kostenlos sind und der Weg zu der Maschine leicht zu fuß zurückzulegen ist, wird die Reise für die Mitglieder noch angenehmer.

Die Airline nutzt für die Beförderung ihrer Mitglieder ein Flugzeug vom Typ Pilatus PC-12. Im Verhältnis zu einem Jumbojet von den herkömmlichen Airlines wirkt diese Maschine sehr klein. Allerdings würde sicherlich jeder „Normalreisende“ sofort seinen Sitzplatz gegen einen in einer Pilatus PC-12 Maschine tauschen. Das Innere der Maschine ist sehr luxuriös ausgestattet und bietet dem Passagier neben den Ledersitzen und enormer Beinfreiheit noch einige andere Vorteile gegenüber einer regulären Maschine. Nachdem jeder der maximal sechs Gäste persönlich mit seinem Namen begrüßt wurde, sind die Snacks und Getränke während des Flugs kostenlos für ihn.

Insofern noch nicht alle Plätze vergeben sind, kann das Mitglied die Plätze im Flieger zwischen sechs Wochen und drei Minuten vor Abflug buchen. Wer seinen Flug bereits zwei Wochen vor Flugbeginn bucht, kann sogar kostenlos eine Begleitperson mitnehmen. Trotz dieser vielen Vorteile gibt es auch bei „Surf Air“ Einschränkungen für die Passagiere: Jeder Gast darf nur ein Gepäckstück mit einem Maximalgewicht von 15,8 Kg mit in den Flieger nehmen. Gepäckstücke die eine ungewöhnliche Form oder Größe haben (z.B. Surfbretter oder Skier), können in der Pilatus PC-12 auch nicht mit transportiert werden.

Sicherlich werden viele Gäste die Flugmöglichkeiten nicht nur für geschäftliche Anliegen nutzen. Über das Wochenende mit einem luxuriösen Flieger nach Las Vegas zu reisen, ohne das noch separate Kosten entstehen, würde sicherlich den Meisten von uns sehr entgegenkommen.