Großer Abschied: Riviera Hotel in Las Vegas gesprengt

Mit einem lauten Knall verabschiedete sich gestern ein großer Teil des ehemaligen Riviera Hotel & Casino am Las Vegas Strip. Nach über 60 Jahren wird der beliebte Hotspot dem Erdboden gleich gemacht.

Und das ist doppelt schade: Denn in den letzten Jahren mussten so einige Größen des „alten Vegas“ das Feld räumen. Schon vor bald 10 Jahren gingen das New Frontier und das Stardust. Vor einigen Jahren gesellte sich das Sahara dazu im Jahr 2015 das Riviera (wir berichteten).

Auf dem Gelände ist eine Erweiterung des Las Vegas Convention Centers geplant. Drohnenaufnahmen zeigen die ersten Fortschritte (Video1) – gefolgt von der Sprengung des Monaco-Towers im Ostteil des ehemaligen Riviera.

R.I.P.

 

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Und die Neonschilder leben weiter.

In einer etwas heruntergekommenen Gegend, nördlich von Downtown, befindet sich ein hell erleuchteter Fleck, umgeben von der Dunkelheit. Die Vergangenheit von Las Vegas lebt im „Neon Museum“ weiter.

Im Jahr 1996 wurde die Organisation „Neon Museum“ gegründet, deren Ziel nicht der Gewinn ist. Diese Organisation versucht durch das aufbewahren und Aufstellen der alten Leuchtreklame von Las Vegas die Geschichte dieser Stadt am Leben zu erhalten. Dort werden ausgemusterte Markenzeichen großer Hotel-Namen wie z.B. von dem Caesars Palace, dem Golden Nugget oder den tanzenden Hemden und blinkenden Enten und natürlich auch die Herzen ehemaliger Hochzeitskapellen ausgestellt.

Da Las Vegas eine Stadt ist, die scheinbar keinen Sinn für Nostalgie hat, werden Figuren, riesige Buchstaben, Schriftzüge und auch sehr skurrile Objekte der Stadt einfach verschrottet. Bei den Sprengungen von den Hotel-/Casinokomplexen wird zwar meist eine überaus besondere Show mit Countdown und Feuerwerk gemacht, dennoch geraten auch diese Teile von Las Vegas in die Vergessenheit. All dies muss für neue überaus luxuriöse und noch beeindruckendere Bauten weichen. Dies zeigt sich zurzeit bei dem, nach vielen Jahrzehnten in Las Vegas gesprengten, Hotel/Casino Sahara, welches am 7. Oktober 1952 eröffnet wurde. Dort wir grade das neue Hotel/Casino „Sahara“, für 415 Millionen US-Dollar gebaut. Auch wenn dieser Neubau im Herbst 2014 fertig werden soll, ist der alte hell erleuchtete „SAHARA“-Schriftzug im Neon-Museum zu finden.

Momentan sind es bereits über 150 verschiedene Neon-Raritäten, die alle eine eigene Geschichte haben. Das Erhalten all dieser Schilder liegt nicht an den Investitionen des Neon-Museums, sondern an der Tatsche, dass die Ausstellungsobjekte immer noch im Besitz der Herdteller sind. Dieser Erinnerungsstücke der Stadt sind somit alle geleast. Da Las Vegas schon seit Langem mit leuchtender Reklame ausgestattet ist, haben sich auch viele Unternehmen, die für die Produktion solcher zuständig sind, dort angesiedelt.

Seit 1945 gibt es dort die Firma YESCO. Diese gehört zurzeit zu dem größten Firmen in dieser Branche und hat dem Neon-Museum die sehenswerten Neon-Objekte überlassen. Dies ist gleichzeitig ein gutes Beispiel für andere Hersteller, die diesem nachgehen. Da die Casinos und Hotels in den 50er und 60er Jahren einen regelrechten Wettkampf bei der Bestückung mit Leuchtreklame hatten, sind die meisten Stücke im Neon-Museum aus diesen Jahrzehnten.

Auch wenn viele von diesen älteren Werbemitteln ihr letztes Geld auf dem „Neon Boneyard“ (Neon-Friedhof) erbringen, gibt es dennoch einige Objekte aus dieser Zeit, die restauriert wurden und in alten/neuen Glanz in Downtown zu sehen sind. Eines von diesen Objekten ist gleichzeitig eines der bekanntesten. Gemeint ist der berühmte Cowboy vom Hotel Hacienda.

Das Neon Museum bietet Führungen am Vormittag und nach Sonnenuntergang an. Empfehlenswert sind sicherlich die Führungen bei Nacht, da sich erst dann die hell erleuchteten Neonschilde der Dunkelheit erst richtig entfalten können. Dabei sollte allerdings bedachtet erden, dass die Anreise in der Dunkelheit möglichst nicht Zufluss erfolgen sollte, da die Region um das Museum herum zu diesen Zeiten nicht sehr vertrauenserweckend ist. Dennoch ist es ein lohnenswertes Erlebnis in Las Vegas.