Ausgezockt: In Atlantic City gehen die Lichter aus

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Die Glücksspielbranche in den USA boomt wie niemals zuvor und überall schießen neue Casinos wie Pilze aus dem Boden. In Atlantic City, einst als Vegas der Ostküste bezeichnet, scheinen die besten Zeiten endgültig vorbei zu sein.

Das Mekka der Zocker an der US-Ostküste war und ist seit mehr als 50 Jahren ein beliebter Ausflugsort. Insbesondere aus dem Bundesstaat New York kamen Spielwillige busweise und verbrachten oft das ganze Wochenende in der Casinometropole am Atlantik. Kein Wunder: War das Glücksspiel bis vor wenigen Jahren doch fast überall verboten. Ausnahmen bildeten da lediglich der Bundesstaat Nevada mit der Nr.1 Las Vegas und zahlreiche über die USA verteilte, sogenannte „Indianer Casinos“.

Konkurrenz macht Atlantic City schwer zu schaffen

Das mit dem großen und kleinen Spiel in Casinos allerdings Geld zu machen ist, hat sich rumgesprochen. Und so legalisieren immer mehr Bundesstaaten das Spiel und vergeben Lizenzen für eigene Casinos. Das lässt nicht nur die Steuereinnahmen sprudeln – es belebt auch den Arbeitsmarkt.
Für Atlantic City ist diese Entwicklung besonders hinsichtlich der angrenzenden Bundesstaaten New York und Maryland ungünstig. Denn auch dort wurde das Spiel legalisiert und in New York sogar um das erste US-amerikanische Online-Casino ergänzt (welches allerdings nur Bewohnern des Bundesstaates zugänglich ist).

In der Entwicklung stehen geblieben

In Atlantic City sucht man nun die Schuldigen in den eigenen Reihen. Kein Wunder: Viel zu lange hat sich die ehemals glänzende Metropole auf seinem Geschäft ausgeruht. Entwickelt hat sich wenig: Während Las Vegas Jahr für Jahr sein Stadtbild, aber auch das Gesamtangebot ändert, ist es in Atlantic City stets bei dem schmalen Küstenstreifen geblieben. Und dort konnte der Spieler zocken, keine Frage. Aber jenseits des Casinos gab und gibt es nicht viel, das einen Aufenthalt lohnenswert macht.

Trauriger Höhepunkt in jüngster Zeit ist die Schließung des Revel Casino & Resorts direkt in Atlantic City. Mehrere Milliarden hatten Investoren für das Prunkstück locker gemacht. Nach nur 3 Jahren mussten die Türen wieder geschlossen werden – aus die Maus!

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Caesars Palace in Las Vegas ist pleite

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Autsch, was ist denn da los: Der Betreiber eines der größten Spielcasinos & Hotels am Las Vegas Strip, hat Insolvenz angemeldet. Betroffen ist unter anderem das Caesars Palace (bekannt aus dem Film Hangover), welchem wohl sonst die Gelder ausgehen würden.

Schon letzte Woche meldete die Betreiberfirma Insolvenz an. Rechnungen konnten nicht mehr beglichen werden und so blieb nur das Insolvenzverfahren, um immerhin den Betrieb des Hotels & Casinos aufrecht zu erhalten.
Am Donnerstag vergangener Woche beantrage die Caesars Entertainment Operating Company das Sanierungsverfahren nach „Chapter 11“ der US-Konkursordnung. Diese garantiert, dass der Betrieb auch wirklich weiter wie normal laufen kann, während das Casino gleichzeitig vor der Vollstreckung der offenen Forderungen durch die Gläubiger geschützt ist.

Das bisherige Management, welches auch im Sanierungsverfahren alle Geschäfte innerhalb des Caesars Palace in der Hand behält, strebt nun eine baldige Schuldenkonsolidierung an. Außerdem soll die Zinslast gedrückt werden und etwaige Kostenpositionen gesenkt werden (-> Entlassungen?).

Der Pitboss meint: Die Bank gewinnt immer. Schlecht nur, wenn sie nicht mit Geld umgehen kann!

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