Las Vegas: Poker-Neuling gewinnt 8,1 Millionen USD

Die Poker-Weltmeisterschaft in Las Vegas ist vorbei. Beim sogenannten Main-Event gewann ein Neuling mit Rang 1 knapp 8,1 Millionen USD und setzte sich so gegen die mehr als 7200 anderen Teilnehmer durch.

Muss sich um Geld keine Gedanken mehr machen: Scott Blumstein, der diesjährige WSOP Gewinner.

Und kürzlich berichteten wir noch über einen bekannten deutschen Teilnehmer. Mario Basler schickte sich beim diesjährigen Event an, nach Pius Heinz der zweite Deutsche zu werden, der das Main Event in Las Vegas gewinnt. Daraus wurde allerdings nicht: Basler schied an Tag 4 aus.
Dafür setzte sich im Finale der 25 Jährige Scott Blumstein aus New Jersey durch. Platz 2 belegte der US-Amerikaner Dan Ott aus Pennsylvania, der dritte Rang ging an den Franzosen Benjamin Pollack aus Frankreich.

Wieder mal ist es damit ein Neuling der sich nicht ganz überraschend an die Spitze gespielt hat. Blumstein gründet seinen Erfolg nach eigener Aussage insbesondere auf das regelmäßige Pokerspiel im Internet. Die letzten 2 Jahre hatte er täglich gespielt und konnte so seinen Erfahrungsschatz umfassend ausbauen.

Interessanterweise gehört er damit zu wenigen Amerikanern, denen diese Art des Trainings überhaupt möglich ist. Denn neben New Jersey ist Online-Glücksspiel nur noch in Delaware und Nevada erlaubt.

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WSOP in Las Vegas: Mario Basler hält durch

Das Main Event der World Series of Poker in Las Vegas läuft aktuell mit dabei ist auch ein in Deutschland nicht ganz unbekannter Spieler. Mario Basler schickt sich auch an Tag 3 an, das ganz große Ding nach Hause zu holen.

Der große Abräumer? Mario Basler bei der WSOP

Und wie läuft es so für den ehemaligen Bundesliga-Star? Ganz gut. Den Traum vom WM-Titel konnte er sich in seiner angestammten Sportart nie erfüllen – aber jetzt in Vegas soll es besser laufen. Denn mit rund 8,1 Millionen USD Preisgeld gibt es hier zudem noch einen besonders wertvollen Titel zu holen. Immerhin hat er den 3. Tag überstanden; bis zum Finale am 22. Juli 2017 ist es also noch ein Stück weit.

In den ersten Tagen erlebte der ehemalige Bundesliga-Spieler und jetziger TV-Experte an den Tischen ein auf und ab. In das Rennen ging Basler mit Chips in Höhe von 76.000 Chips und immerhin 7222 Gegnern an den Tischen. Nachdem es gleich am ersten Tag nach einem schnellen Aus aussah, kam er zwischenzeitlich mit 280.000 Chips sogar in die Siegergruppe. An Tag 3 hat er viel davon gelassen und verfügt jetzt noch über eine Reserve von 66.000 Chips.

Aktuell sind noch 2572 Spieler im Rennen und ein letztes Preisgeld wird bis zu Platz 1084 ausgezahlt. Demjenigen winken immerhin noch 15.000 USD, was gegenüber dem Startgeld von 10.000 USD doch immerhin ein netter 50% Profit (vor Steuern) wäre.

Mario Basler ist am Pokertisch übrigens nicht gänzlich neu. So absolvierte er unter anderem bereits in Tschechien ein Turnier bei dem er aber nicht allzu glorreich abschloss. Der einzige deutsche Gewinner der WSOP in Las Vegas war bisher übrigens im Jahr 2011 Pius Heinz, der sagenhafte 8,7 Millionen USD gewann.

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Poker in Las Vegas: Wo sich das Spiel immer lohnt

Am Strip gibt es fast stündlich ein Pokerturnier, Cash Games bekanntlich rund um die Uhr. Außerhalb vom Strip findet man billige Turniere die bei USD 20.- beginnen. Allerdings sind das dann eher Turbo und Re-buy Turniere, welche eher einem Glücks- statt einem Geschicklichkeitsspiel gleich kommen.

Die meisten Pokerturniere sind so aufgesetzt, dass diese zwischen zwei und drei Stunden dauern. Die Frage stellt sich meist nur, wie viel bekomme ich für mein Geld. Wenn ich ein Re-Entry Turnier habe für USD 30.- mit 4000 Chips und mich nochmals für USD 20.- einkaufen kann, habe ich den größeren Glücksfaktor. Im Schnitt rechnet sich, pro 1000 Chips bezahle ich USD 10.-! Jetzt kommen noch die Struktur und der Zeitfaktor. Viele Turniere sind regelrechte Turbo Turniere, die Blinds schießen in die Höhe, die Zeit rennt, als ob sie gesucht wird.

Die meisten Casinos bieten Poker an

Viele Casinos buhlen um die Pokerspieler und beginnen Strukturen zu kopieren, ein regelrechter Kampf um die Spieler hat begonnen. Gab es früher die besten Turniere im ARIA und im Bellagio, so haben sich Caesars und Binions dran gemacht, ähnliche Turniere zu organisieren. Die wohl besten Turniere sind hier zu finden (Casino/Buy-in/Stack):

  • ARIA – 125 USD – 10000
  • Bellagio – 125 USD – 10000
  • Binion’s – 80 USD – 15000
  • Caesars – 125 USD – 10000
  • The Orleans – 125 USD – 12500 (nur am Freitag)

Von der Preis- Leistung gibt es im Binion’s den besten Poker, allerdings sind durchschnittlich 30 Spieler am Start. Im Aria wie auch im The Orleans hat es selten weniger als 100 Spieler im Turnier. Mit dem Stack und der guten Struktur, gibt es hier viel Poker für angemessenes Geld. Sicherlich darf man das Venetian nicht vergessen. Gerade in der Zeit der Extravaganz ist man ab USD 200.- dabei mit einem größeren Teilnehmerfeld. Allerdings ist hier der Stack mit 10000 mäßig.

Sicher ist es Interessant ein großes Turnier zu spielen, USD 600.- / 15000 Stack / 40 Min. Blinds! Mit diesen Turnieren gehen wir jedoch schon an eine Grenze, wo es sich die Frage stellt, spiele ich gleich ein solches Turnier oder verdiene ich mir erst mit einem Kleinen das Geld für ein Großes.

Wer den Spaßfaktor will und trotzdem Poker spielen will, der geht ins Monte Carlo. Zwei bis drei Tische, viele Fische und die Drinks sind lecker. Sicherlich ist mit dem Einsatz von Durchschnittlich USD 60.- und einer Gewinn von ca. USD 400.- hält sich das Risiko vom Verlust und Gewinn weit auseinander. Ich selber spiele immer wieder gern im Monte Carlo, das Personal ist sehr freundlich und wie gesagt, auch Spaß muss sein.

Erfahrung macht klug

Meine Lieblingsturniere sind sicherlich die im Binion’s und im Aria! Grundverschieden sind diese jedoch wenn man das ganze Mal aus der Nähe betrachtet. Fangen wir im Binion’s an. Die Lage an der Freemont Street ist für ein vorzeitiges Ausscheiden nicht schlecht. Sollte man früh rausfallen, kann man fein essen gehen, die Lasershow anschauen, viele Bar’s outdoor mit genialem Tender, welche ihre Flaschenshow zeigen. Doch wir wollen ja im Turnier bleiben. Mit den max. drei Tischen ist das spielen fast familiär. Der Pokerraum ist vom Rest des Casino gut abgetrennt, so dass der Lautstärken Pegel sich sehr gut in Grenzen hält. Hier kann man für wenig Geld sehr viel Poker bekommen. Die Spieler sind unterschiedlich, es gibt einige sehr gute Spieler aber auch Neulinge, wo man die Tells sieht, wenn man nicht mal genau weiß was für Tells es gibt. Ich musste mit Fullhouse mal eine Kontrolle machen, obwohl ich den Tell genau sah und mir fast sicher war, dass ich gegen das Ass Fullhouse laufe. Da es am Anfang vom Turnier war konnte ich mir das auch erlauben, da die Spielerin wohl eher eine Newcomerin war und wie ein offenes Buch lesbar war. Ich musste nur noch herausfinden, ist sie bei dem Tell stark oder schwach. Danach konnte ich diese Informationen im Turnier einsetzen um zu gewinnen. Binion’s hat demzufolge ein gewisses Risiko, dass man gegen einen Glücksspieler viel oder alle Chips verlieren kann, weil man mit dem eigenen Setzverhalten keine Zeichen setzen kann. Turnierdauer ca. 4 – 5 Stunden.

In Vegas kann man die Großen des Poker-Business live erleben

Im Aria hingegen, wo ich auch sehr gerne spiele, ist es eher laut und auch eng. Wenn man im unteren Teil des Pokerraum sitzt, kann man fast Platzangst kriegen. Von den Spielern hat es alles Kreuz und Quer! Vom Profi bis zum Anfänger, vom Fischer bis zum passiven Nuts Spieler. Hier zählt die Geduld, was eigentlich im Poker der Fall sein sollte, dann mit einer starken Hand so viel Chips wie möglich zu machen. Im Aria habe ich schon oft gesehen, dass eine aggressive Spielweise am Anfang zu vielen Chips führt, jedoch meist werden diese Chips auch wieder verteilt. Viele Spieler können mit einem großen Stack nicht mehr umgehen. Es soll ja so weiter gehen wie bis Anhin, das ist dann auch die Chance, mit einem geduldigen Spiel die Chips zu generieren. Interessant ist es, wenn man mit einem Pro am Tisch sitzen kann. Turnierdauer bis zu 11 Stunden wenn der Sieg ausgespielt wird. Diese Stunden soll man nutzen, als Lehrstunde. Man muss nicht Hände gegen einen Pro durchdrücken um zu sagen, ich habe gegen xy eine Hand gewonnen, viel besser ist es zu sagen, ich habe einen Geldrang erreicht und xy war am Tisch und ich konnte schönes Poker spielen. Sei es „King David“ oder Paul (mäck mäck) Magriel, in Las Vegas ist alles möglich! Für einen Turniersieg gibt es einen ARIA Card Guard, eine Trophäe der ich noch hinten nach renne…. leider hat es bis jetzt nicht gereicht. Solche Trophäen gab es früher noch im Caesars Palace, wo der Turniersieger auch einen Cardguard gewinnen konnte.

Ich habe hier nur ein paar wenige Pokerrooms aufgezählt. Sicherlich spiele ich auch mal im Ballys, Ceasars, The Linq oder aber im Flamingo. Je nach Lust und Laune. Will man mal ein Omaha Poker Turnier spielen, empfiehlt sich das Venetian. Es gibt noch viel zu schreiben, besser man erlebt es. Man muss sich wohl fühlen, dem einen liegt der Pokerroom dem anderen ein anderer.

Wer weiß, vielleicht sehen wir uns mal am selben Tisch! Good game wünscht euch THE ROCK.

PS: Poker kann man natürlich auch online spielen. So gibt es bei 888 beispielsweise einen 88€ Pokerbonus ohne Einzahlung!

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Las Vegas Hotel eröffnet virtuellen „Poker Room“

Das Las Vegas Hotel Plaza wird wahrscheinlich bald wieder einen größeren Ansturm von Besuchern bekommen. Grund für diese Vermutung ist die Neueröffnung des Poker Room’s des Hotels. Diese Eröffnung soll am Ende Juni geschehen und damit wieder viele Poker-Spieler anlocken. Die besondere Änderung bei diesem Poker Room ist das neue virtuelle Kartenspiel.

Das 1971 erbaute Hotel & Casino Plaza wurde im November 2010 geschlossen, um dort Renovierungsarbeiten durchzuführen. Dennoch blieben dort deren Wettbüro, der Showroom, eine Bar und ein kleiner Teil vom Casino weiterhin in Betrieb. Das sehenswerte Hotel mit 7.000 m, 42 Spieltische und 1.600 Slots eröffnete wieder am 24. August 2011, nach der 35 Millionen US-Doller teuren Sanierung. Jedoch hatten diese Sanierungsarbeiten ihren Preis: Der Poker Room musste leider aus dem Casino entfernt werden.

Gegen Ende des Monats kann das Casino & Hotel Plaza wieder auf neue Poker-Spieler und somit auf eine höhere Besucherzahl hoffen. Noch vor dem Juli 2013 wird der Poker Room mit einer wesentlichen Änderung wieder eröffnet. Nur virtuelle Karten können dort genutzt werden. Die dort aufgestellten PokerPro Tables von PokerTek.

PokerPro Tische sind aktuelle elektronische Spielgeräte für Live-Poker Spiele und geben den Spielern damit die Möglichkeit gegeneinander zu spielen. Jeder Mitspieler kann die „Hole Cards“ und Wetten mithilfe ihrer einzelnen Bildschirme sehen. Die Community-Cards, der Topf und die einzelnen Einsätze der Spieler sind auf einem großen Monitor im Zentrum für alle Spieler zu sehen.

Schon 2008 hatte das Excalibur solche Tische im Casino aufgenommen. Da die sowohl die Besucher, als auch die Angestellten schlechte Stimmung durch diese elektronischen Spielgeräte bekamen, wurden diese relativ schnell wieder aus dem Programm des Casinos genommen.

Ob sich das neue Konzept von dem Las Vegas Hotel & Casino Plaza durchsetzen kann bleibt abzuwarten. Wir werden Sie über weitere Neuerungen in Las Vegas auf dem Laufenden halten.