Flächenbrand nähert sich Las Vegas

Über 800 Feuerwehrmänner kämpfen mittlerweile gegen zwei riesige Flächenbrände in dem US-Bundesstaat Nevada. Dieses flammende Inferno ist nun schon weniger als eineinhalb Kilometer von den ersten Siedlungen, die sich unmittelbar vor Las Vegas befinden, entfernt.

Bereits seit letztem Dienstag müssen sich über 800 US-Feuerwehrmänner mit zwei riesigen Waldbränden mitten in Nevada (US-Bundesstaat) behaupten. Auch wenn diese Feuerwehrmänner bereits Erfahrungen mit solch großen Bränden haben, sind diese beiden Brände für sie überaus anstrengend und hartnäckig. Zurzeit sind die Flammen nur noch 1,5 Kilometer von der ersten Siedlung, direkt vor Las Vegas, entfernt und bedrohen dort ca. 400 Häuser. Somit lodern diese grad nordwestlich von Las Vegas, in der Bergregion des Mount Charleston.

Aufgrund der dadurch entstandenen Gefahr wurden ungefähr 600 Menschen seit beginn der Woche von dort evakuiert. Der Strip von Las Vegas ist für die vielen verschiedenen Sehenswürdigkeiten bekannt. Momentahn fällt allerdings der dichte Rauch des Brandes dort eher ins Auge. Dieser ist von Strip aus sehr gut zu sehen. Auch Aschepartikel haben sich dort bereits abgesetzt. Der Blick in den Himmel erinnert momentan eher an die Hölle, da dort nur dunkle Rauchwolken und rote Flammen zu sehen sind. Bereits über 8.000 Hektar sind bisher dadurch niedergebrannt. Dies entspricht in etwa der Größe von Manhattan. Am 01.07.2013 wurde der Brand durch einen Blitzschlag ausgelöst.

Laut der US-Zeitschrift „Las Vegas Sun“ sind durch den bisherigen Brand bereits sehr große Schäden entstanden. Die Zeitschrift gab einen Brandschaden von ungefähr fünf Millionen US-Dollar (ca. vier Millionen Euro) an. Die Natur hat durch starke Winde und langer Trockenheit zur Ausbreitung des Feuers beigetragen. Mit einer Eindämmung der Flammen wurde bereits am letzten Montag gerechnet. Jedoch war dies den Feuerwehrmännern, durch die wechselnden Windverhältnisse, nicht möglich. Mit der vollständigen Eindämmung der Flammen ist laut Angaben der „Las Vegas Sun“ an 17.06.13 zu rechnen.

Der zweite Brand, der durch Nevada wütet und wesentlich größer als der Erste ist, befindet sich weit abgelegen von Städten und ist somit keine direkte Gefahr für die Menschen in dem US-Bundesstaat. Es wütet zurzeit südwestlich von Reno durch das Gelände der Pine Nut Mountains, welches sich an der Grenze zu Kalifornien befindet. Laut einen Bericht von dem US-Magazin „NBC-News“ sind von den Folgen des Feuers bereits über 100.000 m² betroffen.

Bei den momentanen Witterungsverhältnissen sind auch noch andere Gebiete von Bränden betroffen. Im westlichen Teil von Kalifornien verstarben dadurch 100 Berghüter. Auch Alaska, Idaho und Arizona müssen unter den Bränden leiden. Letzte Woche verloren 19 Feuerwehrmänner der Elite-Truppe Hotshots in Arizona bei einem Einsatz gegen das Feuer ihr Leben. Als gedenken an diese Männer wurde dort jetzt die Trauerfeier abgehalten.

Mit Flug-Flatrate nach Las Vegas

Bisher ist das Prinzip einer Flatrate überwiegend aus der Internetnutzung, Telefonie oder Gastronomie bekannt: Gegen einen festen Beitrag unbegrenzt surfen, telefonieren oder essen/trinken. Mittlerweile gibt es sogar eine Airline, mit der auch eine Flug-Flatrate möglich ist.

Die US-Fluggesellschaft „Surf Air“ hatte letzte Woche erst ihre erste Route dieser Flatrate eröffnet. Dies sind die Flüge zwischen Burbank in der Nähe von Los Angeles und San Carlos in der Nähe von San Francisco. Bereits kommenden Juli hat das Unternehmen geplant, die Flüge nach Santa Barbara mit einzubeziehen. Für die Flüge in naher Zukunft hat das Unternehmen beabsichtigt weitere Reiseziel in diese Flug-Flatrate mit einzubeziehen. Dazu gehören Ziele wie z.B. Lake Tahoe, Sacramento, San Diego, Palm Springs und das erlebnisreiche Las Vegas.

Als Fluggesellschaft bietet „Surf Air“ den Mitgliedern für 1.650,- US-Dollar (umgerechnet 1.236,- Euro) eine „All-You-Can-Fly“-Flatrate, die prinzipiell durchaus mit der allzu bekannten „All-You-Can-Eat“-Flatrate vergleichbar ist. Mitglieder von „Surf Air“ brauchen sich weder mit den langen Schlangen am Check-In-Schalter herumzuplagen, hohe Gebühren für die Parkanlage des Flughafens zu zahlen und sich auch nicht über die Speisen/Getränke zu ärgern. Somit bleiben den Mitgliedern dieser Fluggesellschaft die hautsächlichen Unannehmlichkeiten von Flugreisen erspart.

Es werden für diese Flüge lokale Airports genutzt, um so den Kunden die großen Menschenmengen an den internationalen Airports zu ersparen. Dadurch ist es den Mitgliedern möglich, innerhalb von grade mal 30 Sekunden einen Flug zu buchen. Somit reicht es aus, eine Viertelstunde vor Flugbeginn an dem lokalen Airport zu sein. Da dort auch die Parkplätze kostenlos sind und der Weg zu der Maschine leicht zu fuß zurückzulegen ist, wird die Reise für die Mitglieder noch angenehmer.

Die Airline nutzt für die Beförderung ihrer Mitglieder ein Flugzeug vom Typ Pilatus PC-12. Im Verhältnis zu einem Jumbojet von den herkömmlichen Airlines wirkt diese Maschine sehr klein. Allerdings würde sicherlich jeder „Normalreisende“ sofort seinen Sitzplatz gegen einen in einer Pilatus PC-12 Maschine tauschen. Das Innere der Maschine ist sehr luxuriös ausgestattet und bietet dem Passagier neben den Ledersitzen und enormer Beinfreiheit noch einige andere Vorteile gegenüber einer regulären Maschine. Nachdem jeder der maximal sechs Gäste persönlich mit seinem Namen begrüßt wurde, sind die Snacks und Getränke während des Flugs kostenlos für ihn.

Insofern noch nicht alle Plätze vergeben sind, kann das Mitglied die Plätze im Flieger zwischen sechs Wochen und drei Minuten vor Abflug buchen. Wer seinen Flug bereits zwei Wochen vor Flugbeginn bucht, kann sogar kostenlos eine Begleitperson mitnehmen. Trotz dieser vielen Vorteile gibt es auch bei „Surf Air“ Einschränkungen für die Passagiere: Jeder Gast darf nur ein Gepäckstück mit einem Maximalgewicht von 15,8 Kg mit in den Flieger nehmen. Gepäckstücke die eine ungewöhnliche Form oder Größe haben (z.B. Surfbretter oder Skier), können in der Pilatus PC-12 auch nicht mit transportiert werden.

Sicherlich werden viele Gäste die Flugmöglichkeiten nicht nur für geschäftliche Anliegen nutzen. Über das Wochenende mit einem luxuriösen Flieger nach Las Vegas zu reisen, ohne das noch separate Kosten entstehen, würde sicherlich den Meisten von uns sehr entgegenkommen.